Der Schlossgarten in Schwetzingen

- Ein Garten voller Verführungen

Karl XIII. - König von Schweden

Von 1809 bis 1818 König von Schweden (1748-1818). Er war der letzte König aus der Dynastie Holstein-Gottorp und Freimaurer.

Er gehörte der »Strikten Observanz« in Deutschland an und war auch zeitweise ihr Großmeister. Er wurde aber nur gewählt nachdem er sich von der »Großen Landesloge« in Berlin distanziert hatte. Die »Strikte Observanz« sah die »Große Landesloge« als eine starke Konkurrentin an und die Unterstützung, die sie vom schwedischen Freimaurerorden bekam, trug damals zum Erfolg in Deutschland bei, denn beide arbeiteten zu jenem Zeitpunkt mit den gleichen Unterlagen, nämlich den »Eckleffschen Akten«.  

Als er 1776 zum Großmeister der »Strikten Observanz« gewählt wurde, kam es zum Bruch mit der »Großen Landesloge« in Berlin. Später als Ordensmeister des schwedischen Freimaurerordens (1774-1818) und nachdem er sich von der »Strikten Observanz« gelöst hatte, führte er zwischen 1777-1780 Korrekturen, Anpassungen sowie Erweiterungen der freimaurerischen Johannis-, Andreas- und Kapitel-Akten durch. 1800 und 1811 kamen noch Nachbesserungen hinzu. Die schwedischen Reformen waren aufgrund der beschriebenen Auseinandersetzungen bis 1819 in Deutschland unbekannt geblieben.  

Es scheint, dass inhaltliche Änderungen die beispielsweise in der »Großen Landesloge von Schweden« durchgeführt wurden, auch bauliche Anpassungen im Schlossgarten in Schwetzingen zur Folge hatten. Was zu der Annahme führt, dass Carl Theodor einen direkten Kontakt zum schwedischen Hof des späteren Königs von Schweden - Karl XIII. - und seinem Vorgänger und Bruder Gustav III. (auch Freimaurer) gehabt zu haben scheint.