Der Schlossgarten in Schwetzingen

- Ein Garten voller Verführungen

Isaak Luria

Rabbiner und Begründer der neuzeitlichen Kabbala, auch Lurianische Kabbala genannt (1534-1572). Der Beiname Aschkenasi, den bereits sein Vater führte, deutet auf dessen Herkunft aus Polen oder Deutschland hin. Seine Mutter war sephardisch. Er stammte aus einer Rabbiner- und Gelehrtenfamilie, die sich nach Luria einer Stadt in Oberitalien benannt hatte. Nach dem frühen Tod des Vaters zog die Mutter mit ihm nach Kairo, wo sein Onkel, ein Grundbesitzer, ihn großzog und für seine jüdische Ausbildung sorgte. 1569 ging er ins Heilige Land und ließ sich nach einem kurzen Aufenthalt in Jerusalem in Safed nieder. Erst nach den schriftlichen Aufzeichnungen seiner Lehren durch Lurias bedeutendsten Schüler, Chajim Vital, begannen sie sich gegen Ende des 16. Jahrhunderts zu verbreiten.

Die »Eckleffschen Akten« weisen nicht nur durch ihre inhaltliche Gestaltung bereits auf ein fundiertes mystisches, hermetisches und alchemistisches Wissen hin, das auf die Lurianische Kabbala zurückgeführt werden kann. Die Akten sind nach dem schwedischen Kanzleirat Karl Friedrich Eckleff benannt, der 1756 mit ihnen die erste schwedische Andreasloge und drei Jahre später ein Ordenskapitel stiftete und damit eine eigene Richtung der Freimaurerei, die es heute noch gibt, begründete.