Der Schlossgarten in Schwetzingen

- Ein Garten voller Verführungen

Carl Theodor

Seine Regierungszeit hatte enorme Bedeutung für die kulturelle, ökonomische und infrastrukturelle Entwicklung des süddeutschen Raumes in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (1724-1799)

Das System der deutschen »Großen Landesloge« setzte sich in Deutschland gegen Ende des 18. Jahrhunderts vollends durch. 1765 hatte sich die »Große National-Mutterloge Zu den drei Weltkugeln« der »Strikten Observanz« angeschlossen, von der sie sich schließlich 1780 wieder trennte. Sie wurde zur mitgliedsreichsten Großloge auf deutschem Boden. Es gab somit einige freimaurerische Systeme, die Carl Theodor wahrscheinlich gekannt haben wird. Es bleibt bis heute unklar, welchem freimaurerischen System er angehört hat. Einflüsse auf die Gartengestaltung aus mehreren Systemen lassen sich daher nicht ausschließen.

Die Illuminaten sahen im Untergang der Strikten Observanz ihre Zeit gekommen und unterwanderten neben staatlichen Institutionen auch Freimaurerlogen insbesondere in Bayern. Carl Theodor war nach 1777 nach München gezogen. 1784 sah er sich deshalb genötigt alle Vereinigungen, die ohne ausdrückliche landesherrliche Erlaubnis gegründet worden waren, zu verbieten. 1785 wurde dieses Verbot erneuert, in dem nun namentlich Illuminaten und Freimaurer genannt wurden. Dies erklärt wahrscheinlich auch, warum er nach der Französischen Revolution von 1789 und dem Verlust des linksrheinischen Teils seines Stammlandes den Kampf gegen die Illuminaten verschärfte.